Missgeschicke beim Schrauben

  • #1

    Die meisten kennen es... man schraubt an seinem Bike und es passiert etwas sau blödes, sei es durch eigenen Fehler, Fehler durch Vorbesitzer oder Werkstätten, oder einfach weil man selbst nicht gerade auf der Höhe war...


    Da mir letztens selbst 2 blöde Dinge passiert sind und es vielen Foren solche Threads gibt, dachte ich, es würde hier auch passen. Einerseits zur Belustigung und andererseits um Hilfe und Lösungen für andere zu präsentieren.


    1. Vor 2 Wochen habe ich für meine Frau Sturzbügel gebraucht gekauft, für ihre Honda CB650F.

    Ich montierte alles und wollte die Schrauben am Motor, wo der Bügel montiert wird, nur noch nach Drehmoment anziehen.

    Gleich die erste Schraube kurz vor erreichen des Drehmoments... Knack, Peng...

    Mein Gedanke... fuck....

    Was war passiert?

    Es kamen mehrere Sachen zum tragen, die mir erst nach dem Malheur auffielen..

    Beim lösten der Motorhalteschraube, merkte ich, dass diese gar nicht richtig fest fahr... dann hatte der Vorbesitzer die Schraube für den Sturzbügel wohl mal erneuert...leider gegen eine falsche bzw zu kurze. Die Schraube faste nur zur Hälfte in den Gewindegang. Tödlich bei Alugewinden...es war das halbe Gewinde wo die Schraube faste, rausgerissen...

    Natürlich war es kein Standard M10x1,5 Gewinde sondern 1,25er Steigung.

    Also musste ich einen passenden Helicoil Satz bestellen. Gewinde geschnitten, Einsatz rein und alles hält wieder bombenfest.

    War ich angepisst....


    2. Vor 2 Tagen wollte ich an meiner MT10 noch ein paar Kleinteile selber Pulvern.

    Unter anderem, dass Halteblech am Motor, für den Kupplungszug.

    Beim demontieren merkte ich schon, Schrauben haben Loctite. Nichts bei Gedacht. Halter gestrahlt und gepulvert.

    Ich will den wieder montieren und sehe Öl aus dem Loch austreten =O

    Ich dachte, ich guck nicht richtig... wieso, weshalb, warum? Es ist doch nur ein Loch zum halten des Halters. Ins Loch geschaut und sehe eine Durchgangsbohrung zum Montor inneren... warum auch immer...

    Nun wusste ich, warum Loctite...

    Guter Rat war nun teuer...

    Denn in dem Gewinde saß Öl, welches sich nicht Komplett entfernen lies und neues Loctite haftet so nicht.

    Zum Glück hatte ich ein Loctite, welches Öl resistent ist und auch bei leichten Verschmutzungen haftet.

    Neu drauf und nun hoffen, dass es das war bzw dicht bleibt... :whistling:

    WHB schweigt sich zu diesem Halter bzw die Schrauben komplett aus....


    Wie ihr sehen könnte, dass sind mal wieder die Besten Beispiele für...,, mal eben schnell...." ^^

  • #2

    RSV4:

    Batterie platt weil ich das Parklicht an hatte (ja sowas gibts bei Aprilia). Beim Batterieausbau ist mir die Mutter (Polmutter) rausgefallen. Direkt an die Verbindung zum Tank. Ich greife hin und (war wohl noch nicht ganz da) daneben. Und ich seh sie noch verschwinden. Um da ranzukommen müsste ich also den Tank anheben oder den abs Block ausbauen. Ich glaub sie ist bis heute drin.

    Das eigentliche malheur kam dann aber erst. Batterie war platt also ans Ladegerät. Da ich nicht so viel Zeit hatte (wollte sie zum Servicetermin fahren) hab ich die Batterie der Fireblade eingebaut und … naja Dummheit halt, hat die genau die polung anders herum. Hab ich erstmal gedacht was jetzt. Glücklicherweise nur die zentrale Sicherung geschossen und eine ersatzsicherung klemmt bei Aprilia gleich im Deckel der Sicherung (👍)


    Was hat Thomas (der Schrauber) gelacht. Aber er meinte nur, bist nicht der erste dem das passiert ist. :D


    Und was lernt man draus. Aprilia hat ein Parklicht was sie Li-Batterie in einer Stunde leernuckelt

  • #3

    Hey Bunsi,


    ohne Missgeschicke schrauben - da muss man schon Glück haben :)


    MT-09 damals: Getriebe und Lima Abdeckungen bestellt, alle Schrauben waren beim ausschrauben absolut unproblematisch. Beim Einschrauben hat sich ein Gewinde verhakt bevor es überhaupt richtig drin war und ist dann beim herausdrehen abgebrochen. Elendige Versuche mit Mutter anschweißen etc haben fehlgeschlagen. Durch viel WD40 und lange einwirken und aufwärmen habe ich die Schraube 3-4mm gegen den Uhrzeigersinn rausgekloppt (Schraubenzieher angeschärft) und mit einer Zange rausgedreht. Hatte Glück dass die restlichen Gewindewindungen unberührt waren.


    MT-10: Sturzpads Rahmen montiert, ich Idiot, mache das ohne den Motor zu stützen und Zack, Motor hängt seitlich nicht mehr sauber fluchtend zur Rahmenbohrung. Eigentlich weiß ich ja wie man sowas macht, aber an dem Tag nicht konzentriert gewesen und einfach drauf los geschraubt. Ende vom Lied: unten mit einem Motorradheber (Cross Segment) gestützt, andere Seite auch gelockert, Motor angehoben und sauber nach Drehmoment fixiert.


    Oder die Zündkerzen: Alter, da hab ich geflucht. Zum Schluss musste ich mir einen Zündkerzenschlüssel fräsen damit ich die Arbeit vollends fertig stellen konnte (inklusive Gummibuchse damit die Zündkerze nicht rausfällt).


    Meine anderen R1´sen und R6 waren beim Schrauben sehr unauffällig beim schrauben. Nach einigen Jahren an Schrauberei habe ich mittlerweile bestes Werkzeug (auch per CNC selbst hergestellt). Werkzeuge müssen bei mir 100% zuverlässig taugen und niemals improvisiert sein.


    Aktuell lasse ich vieles bei Yamaha direkt machen, weil ich keine Lust & Zeit habe großartig am Bike zu schrauben.

  • #4

    Bigfoot kenne es nur zu gut... Sachen die man eigentlich weiss, was zu beachten ist und man macht trotzdem den Fehler...

    gern genommen sind ja auch so Sachen, wo man viele Einzelteile hat, bricht sich beim einbau die Finger,denkt man wäre endlich fertig und stellt entsetzt fest, man hat irgendetwas vergessen... Distanzhülse oder sonstiges ^^

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!