Fahrphysik in Wechselkurven

  • #11

    Hallo Michael,

    Danke für die Blumen, ich beschäftige mich aber auch schon Ewigkeiten damit.

    Zusätzlich zum Nasssumpf der MT-10, was mittlerweile gängige Technik ist, gibt es für Fahrzeuge mit teilweise extremen Fahrzeuglagen im Betrieb, die Trockesumpfschmierung zur Sicherstellung der Ölversorgung. Das Öl wird hierbei mit einer 2. Ölpumpe in einen separaten Olbehälter gepumpt und der ist so gebaut, dass die Hauptölpumpe fast in allen Lagen permanent mit Öl versorgt wird. Gerade bei Motocross und Enduro oder Trial Maschinen ist die Trockesumpfschmierung weit verbreitet.


    Aber auch klassische Motorräder wie z.b. Harley Davidson verwenden diese Art der Schmierung bis heute.

    Grüße von Stefan D. aus W., the home of cloudbursts!

  • #12

    Hi zusammen,


    KTM nutzt diese Art des Schmiersystems, ebenso hatten auch die Buells diese Art der Ölversorgung.

    Wobei Buell den Ölvorrat in der Hinterradschwinge untergebracht hatte.

    Erik Buell war ein findige Ingeneur, der außergewöhnlich technische Lösungen in Serie gebracht hat. Die Lösungen waren sicher nicht vollkommen Fehlerfrei, aber durchaus sinnvoll.


    DlzG

  • #13

    Ja, Eric Buell musste sich was einfallen lassen weil der verwendete Sportster Motor Trockesumpfschmierung hatte und für den klassischen Öltank kein Platz war.


    Und die Kürbisse aus Österreich waren ja schon immer ready to race und haben ihre Wurzeln in der Hardenduro Manufaktur.

    Grüße von Stefan D. aus W., the home of cloudbursts!

  • #14

    Hallo ihr Einmalstreithähne,


    ich kenne mich mittlerweile ganz gut mit der Schmierung der MT 10 aus. Aber vorher noch kurz zu der Problematik was ein normales Straßenmotorrad bringen muss. Erstens geht man bei Diskussionen davon aus, dass genügend Öl in der Ölwanne ist. Zweitens fährst du mit der MT 10 keine extremen Geländestrecken. Drittens reden wir über Yamaha und schon gar nicht über die Kisten Schrauben aus Amerika. Also ziehen die vorgenannten Argumente nicht.

    Mir ist vor einiger Zeit der rechte Zylinder festgegangen (rote Öldrucklampe kam). Und zwar ist die Sache entstanden durch Überhitzung der Lichtmaschine und damit zum Verbrennen der Isolierung. Das hatte zur Folge, dass das Sieb im gelben Plastikteil in der Ölwanne durch diese Ablagerungen, die sich übrigens im gesamten Moter verteilt haben, komplett dicht war und kein Öl mehr in die Laufbüchsen der Zylinder gelangen konnte. Wie weit das Ansaugteil in das Öl der Wanne bei Schräglage noch eintaucht, konnte ich sehr deutlich sehen. Schlussendlich mussten der Zylinder, die Kolben, alle Lagerschalen, die Lichtmaschine und diverse Kleinteile wie Schrauben, Filter, Dichtungen etc. erneuert werden. Genügend Öl war bei mir laut Sichtfenster immer in der Ölwanne, aber so dumm wie es kommt, kann man nicht denken. Auch wenn man vor Fahrtantritt die empfohlenen Prüfungen durchführt.


    Einen schönen Sonntag

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